Vasovasostomie

Vasektomie München – effiziente und sichere Vermeidung einer ungewollten Schwangerschaft

Als Vasektomie, gleichbedeutend mit der männlichen Sterilisation, wird ein operativer Eingriff bezeichnet, mit dem eine dauerhafte und sichere Empfängnisverhütung beim Mann erreicht wird. In den Händen eines Experten erfolgt die OP in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) und nahezu schmerzfrei. Sie ist die zuverlässigste Form der männlichen Kontrazeption und es wird geschätzt, dass sich ca. 40-60 Millionen Männer weltweit darauf verlassen. Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum der Mann eine Vasektomie wünscht, letztlich ist es entscheidend, dass der Mann, der sich für die männliche Sterilisation entscheidet, dies ohne Entscheidungsstress und ohne Zwang tut. Nur in Ausnahmesituationen sollte die OP bei kinderlosen Ehen oder bei Männern unter 30 Jahren erfolgen. Die Vasektomie hat keinen Einfluss auf die Hormonproduktion des Hodens. Libido (sexuelle Lust) und die Potenz (Gliedsteife) bleiben erhalten. Die weiterhin im Hoden produzierten Spermien werden resorbiert (abgebaut). Danach kommt es in der Regel nicht zur Verringerung des Samenergusses, lediglich die Konsistenz wird gelegentlich etwas wässriger.

Was genau ist eine Vasektomie?

Die Vasektomie ist ein kleiner operativer Eingriff, bei dem die Samenleiter auf beiden Seiten durchtrennt werden, um eine dauerhafte und sichere Empfängnisverhütung beim Mann zu erreichen. Streng genommen ist der Begriff medizin-terminologisch nicht korrekt. Bei der OP würde man den gesamten Samenleiter vom Hoden bis zum Eintritt in die Prostata entfernen.

Stattdessen wird aber der Samenleiter lediglich im Skrotum (Hodensack) durchtrennt und nur ein kleines Segment des Samenleiters entfernt. Damit wäre der Begriff Vasoteilresektion die exakte Beschreibung. In Deutschland hat sich aber die Bezeichnung Vasektomie durchgesetzt. Die männliche Sterilisation ist dauerhaft die kostengünstige und sicherste Methode eine ungewollte Schwangerschaft vorzubeugen.

Urologe Dr. Seitz
Urologen
in München auf jameda
01/2017
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Gerne können wir uns in einem persönlichen Gespräch über die Möglichkeiten und Grenzen dieser spezialisierten Urologie unterhalten. Unabhängig davon stehen wir aber in gleicher Weise für Fragen und Behandlungen in der Standard-Urologie zur Verfügung.

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Wer kann eine Vasektomie durchführen?

Grundsätzlich kann jeder Facharzt für Urologie bei ausreichender Erfahrung eine Vasektomie durchführen. Der Eingriff gehört ausschließlich zum Ausbildung- und Operationskatalog für die Zulassung zur urologischen Facharztprüfung. Wie erfahren Ihr Urologe bei diesem Eingriff ist, erfragen Sie am besten in einem persönlichen Gespräch.

Letztlich hängen die Qualität des Eingriffs und die Komplikationsraten nach der Vasektomie von der Erfahrung des Operateurs ab. Ein Qualitätsmerkmal und ein Siegel für große operative Erfahrung ist die Zusatzbezeichnung „Spezielle urologische Chirurgie“. Die Ausbildung zur „Speziellen urologischen Chirurgie“ umfasst die schwierigen Operationen, auch bei Fehlbildungen und Verletzungen des männlichen Urogenitalsystems. Dafür sind 2 Jahre Weiterbildung an einer Weiterbildungsstätte gem. § 7 Abs. 1 erforderlich und zusätzlich muss 1 Jahr der Weiterbildung in „Spezieller urologischer Chirurgie“ zusätzlich zur Gebietsweiterbildung abgeleistet werden. Verfügt Ihr Urologe über diese Zusatzbezeichnung können Sie sich sicher sein, dass Ihr Experte die gewünschte operative Erfahrung mitbringt.

Wie läuft eine Sterilisation beim Mann ab?

Der erste Schritt zur Vasektomie ist ein ausführliches Beratungsgespräch. Dieses kann durchaus mit der Ehefrau oder der Lebenspartnerin erfolgen. Bei dieser unverbindlichen Beratung können wir die Vor-  und Nachteile der aktuell gängigen Methoden zur Empfängnisverhütung inkl. der männlichen Sterilisation diskutieren. Anhand eines offiziell anerkannten Aufklärungsbogens werden mögliche Nebenwirkungen und Komplikationen mit Ihnen besprochen. Offene Fragen oder auch Ängste werden wir ausführlich mit Ihnen erläutern. Sobald Sie sich für die Vasektomie entschieden haben, können wir einen Termin für diesen Eingriff vereinbaren. Vorzugsweise führen wir diesen Eingriff an einem Freitag durch. Damit haben Sie die Möglichkeit, wenn überhaupt erforderlich, sich über das Wochenende zu erholen.

Zum eigentlichen Termin für die OP kommen Sie bitte nicht nüchtern zu uns in die Praxis und bringen Sie ggf. Ihre Partnerin oder eine Vertrauensperson mit. Oft wirkt eine Begleitung beruhigend, da nicht selten die Patienten vor der Vasektomie erregt sind. Während des Eingriffes sind wir stetig bemüht uns mit Ihnen zu unterhalten. Die Kommunikation nimmt die Aufregung und gleichzeitig erhalten wir von Ihnen die Information, ob Sie während des Eingriffes etwas spüren oder ob Sie komplett schmerzfrei sind. Wie wir technisch bei dem Eingriff vorgehen können Sie hier nachlesen – OP-Technik.

Nach dem Eingriff gönnen Sie sich zunächst eine Ruhepause. In entspannter Atmosphäre genießen Sie ein Erfrischungs- oder Kaffeegetränk, auf Wunsch wird Ihnen auch ein Snack gereicht. Währenddessen wird der Arztbericht über die erfolgte Vasektomie erstellt und ein Rezept über ein selten erforderliches Schmerzmedikament ausgestellt. Wir empfehlen in der Regel bei Bedarf Ibuprofen 600 mg einzunehmen. Dieses Medikament ist ein potentes Schmerzmittel und wirkt darüber hinaus abschwellend.

Am Folgetag dürfen Sie bereits duschen, drei bis fünf Tage später wieder Sport treiben und sexuelle Aktivitäten aufnehmen. In Begleitung eines Angehörigen, Partners, Freundes oder alleine verlassen Sie die Praxis nach der OP. Dabei erhalten Sie noch zwei Behältnisse für die Spermaproben 4 Wochen und 8 Wochen danach. Dabei werden sog. Spermiogramme erstellt, mit denen man erkennen kann, ob die Vasektomie erfolgreich war. Unsere Quote liegt bei 100%. Wichtig dabei ist aber, dass Sie mindestens 20 Ejakulationen hatten, um sämtliche „Leitungen“ durchzuspülen, um so ggf. auch versteckte Spermien zu eliminieren.

Für die Abgabe des Spermas benötigen Sie keinen Termin, Sie bringen es einfach während der Öffnungszeiten in die UROclinic. Sobald die beiden Spermiogramme für gut befunden wurden, erhalten Sie eine schriftliche Bestätigung. Erst dann sollten Sie wieder ungeschützten Geschlechtsverkehr haben, da erst zu diesem Zeitpunkt von einer nahezu 100%-igen Empfängnisverhütung nach dem Eingriff ausgegangen werden kann. Sind Fragen offen geblieben? Dann vereinbaren Sie einfach ein unverbindliches Beratungsgespräch.

Uroclinic in Bogenhausen bei Dr. Seitz

Wie sicher ist eine Vasektomie?

Der Eingriff ist extrem sicher, liegt aber bei der Empfängnisverhütung nicht bei exakt 100%. Die Versagensrate bei der Vasektomie liegt laut Literatur bei 0.04 und 0.08%, also ca. in 1 von 2000 Fällen. Damit schneidet die OP besser ab, als jeder Form der konservativen Empfängnisverhütung bei der Frau.

Bei der Sterilisation der Frau werden beide Eileiter verschlossen oder durchtrennt. Dadurch können Eizelle und Spermien nicht mehr zusammenkommen. Eine Befruchtung ist somit nicht mehr möglich und damit auch keine Schwangerschaft. Der Eingriff kann ambulant oder in einer Klinik (stationär) durchgeführt werden und erfordert im Gegensatz zur Sterilisation des Mannes eine kurze Vollnarkose. Die Operation dauert etwa 30 Minuten. Über einen kleinen Schnitt in der Nähe des Bauchnabels (Bauchspiegelung oder laparoskopisches Verfahren) werden die Eileiter entweder über eine Länge von einem Zentimeter elektrisch verödet, mit einem Clip verschlossen oder durchtrennt. Als mögliche Komplikationen können auftreten:

-Blutungen in den Bauchraum

-Verletzungen von Blutgefäßen oder inneren Organen

-Störungen der Wundheilung und Entzündungen

-Narkoserisiken (wie Herz-Kreislauf-Störungen)

-Erhöhtes Thromboserisiko

-Erhöhtes Risiko für eine Eileiterschwangerschaft oder eine Bauchhöhlenschwangerschaft

All diese Komplikationen können bei der männlichen Sterilisation nicht auftreten, daher ist der Eingriff ungleich günstiger einzustufen als die Sterilisation bei der Frau.

Kann eine Vasektomie beim Mann auch rückgängig gemacht werden?

Grundsätzlich kann der Eingriff wieder rückgängig gemacht werden. Dieser Eingriff wird als Vasovasostomie oder auch Refertilisierung bezeichnet. Dabei werden die beiden durchtrennten und verödeten Enden des Samenleiters aufwendig unter dem OP-Mikroskop wieder vernäht. Dadurch wird die Durchgängigkeit des Samenleiters für Spermien wiederhergestellt. Die Erfolgsquote der Refertilisierung  hängt maßgeblich davon ab, wie lange die OP zurückliegt.

Liegt diese nicht mehr als 5 Jahre zurück, kann man mit einer Wiederherstellung der Fruchtbarkeit des Mannes von 85-95% ausgehen, die mögliche baby-take-home-Rate rangiert aber nur bei ca. 75%. Liegt die Vasektomie mehr als 15 Jahre zurück, sinken diese Wert auf 65-70% bzw. auf 30% ab.

Erfahrungsberichte von Prof. Dr. med. Michael Seitz

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